Vortrag
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Vortrag von Philip Scheffner und Britta Lange mit historischem Ton- und Filmmaterial

Während des Ersten Weltkriegs trafen deutsche und österreichische Forscher mit internierten Soldaten muslimischen und anderen nicht-christlichen Glaubens in Kriegsgefangenenlagern zusammen. Zwischen 1915 und 1918 untersuchten Kommissionen von Wissenschaftlern beider Länder vor allem internierte russische, indische und nordafrikanische Soldaten. Die „exotischen“ Kriegsgefangenen wurden Objekt zahlreicher wissenschaftlicher Studien in Anthropologie, Ethnologie, Sprach-, Musik- und Rechtswissenschaft. Die Produkte dieser Untersuchungen schufen Sammlungen von Daten und Medien und füllten Archive: so das Berliner und das Wiener Lautarchiv.

In dem Vortrag, der die historischen Erzählungen über die „Fremden“ anhand von Ton- und Filmbeispielen aus dem Ersten Weltkrieg nachzeichnet, entsteht aus der Perspektive des „Heute“ ein fragiles audiovisuelles Netz von Geschichten, die sich wiederum zu einer Erzählung zusammenfügen: einer Erzählung über die Verflechtungen zwischen Politik und Unterhaltungskultur, zwischen Krieg, Kolonialismus, Wissenschaft und Medien.
 
Kontakt
Philip Scheffner / pong
Skalitzer Str.62
D-10997 Berlin
Tel/Fax: +49.(0)30.61076098
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Dr. Britta Lange
blange@mpiwg-berlin.mpg.de